Energieeffizientes Bauen

Energieeffizientes Bauen bringt gleich mehrere Vorteile mit sich. Nicht nur kannst du so Geld beim Heizen sparen und hilfst dabei, die Ressourcen unseres Planeten zu schützen. Du erfüllst auch gesetzliche Vorgaben, die durch eine herkömmliche Bauweise nicht einzuhalten wären. In diesem Artikel erfährst du mehr über Maßnahmen, die ein Gebäude energieeffizient machen.

Heizen mit erneuerbaren Energien

Energieeffizientes Bauen beschäftigt sich vor allem mit der Art der Energieversorgung. Das ist auch gesetzlich bedeutsam, denn seit 2020 müssen Neubauten einen Teil des Heiz- und Warmwasser-Bedarfs aus erneuerbaren Quellen beziehen. Folgende Energieträger sind besonders beliebt:

  • Holzheizungen helfen, die CO2-Billanz zu senken – sofern das Holz aus nachhaltigen Quellen stammt. Zwar sind die Investitionskosten höher als bei Öl- oder Gasheizungen. Dafür präsentiert sich Holz als Energieträger günstiger und du kannst finanzielle Förderungen in Anspruch nehmen.
  • Wärmepumpen entnehmen die Wärme aus dem Boden, der Luft oder dem Wasser, um das Haus zu heizen. Da diese Wärme unbegrenzt verfügbar ist und die Pumpen nur zu 16–25 % mit externem Strom gespeist werden müssen, amortisieren sich die Anfangskosten nach etwa 10 Jahren.
  • Solarthermie-Anlagen nutzen die Energie der Sonne zur Wärmegewinnung. Zwar musst du mit anfänglichen Investitionen von mehreren tausend Euro rechnen. Dafür senkt Solarthermie den Heizbedarf um bis zu 60 %.

Wärmeschutz

Die Heizungsanlage kann noch so sparsam arbeiten – wenn ein Großteil der Wärme über die Gebäudehülle entweicht, ist es mit der Energieeffizienz vorbei. Darum kommt der Dämmung eine entscheidende Bedeutung für das energieeffiziente Bauen zu. Massive Decken und Wände etwa speichern die Wärme lange und schützen Innenräume vor dem Auskühlen. Und auch Kellerdecken, Türen und Fenster sollten möglichst isolierend gestaltet werden. So kann kaum Wärme entweichen.

Lüftungsanlagen

Wer eine Lüftungsanlage installiert, sollte sich aus Gründen der Energieeffizienz für Modelle mit Wärmerückgewinnung entscheiden. Diese nehmen die Wärme der zu entsorgenden Luft auf und geben sie an die Frischluft weiter. So lässt sich die Temperatur von -14 auf +14° C erhöhen, ohne dass externe Energie notwendig wäre.

Auswahl der Baumaterialien

Energieeffizientes Bauen fängt bereits an, bevor der erste Ziegel gesetzt ist – und zwar mit der Auswahl der Materialien. Wenn du auf regionale Produkte setzt, kannst du lange Transportwege vermeiden und so zur Reduzierung von CO2-Emissionen beitragen. Außerdem solltest du auf den ökologischen Fußabdruck der Baumaterialien achten: So präsentiert sich Holz beispielsweise umweltfreundlicher als Beton, solange es aus heimischen Forsten gewonnen wird.

Größe und Schnitt des Gebäudes

Je größer die Wohnfläche, desto höher der Energieverbrauch – das sollten Bauherren bei der Planung ihrer Immobilie beachten. Auch Anbauten und Erker sind aus dieser Sicht problematisch, da sie eine zusätzliche Dämmung erfordern. Stattdessen sollte die Außenfläche im Vergleich zum beheizten Volumen möglichst klein ausfallen.

Fördermöglichkeiten

Wie bereits erwähnt, ist energieeffizientes Bauen heutzutage Pflicht. Doch natürlich müssen sich Bauherren nicht darauf beschränken, die Mindeststandards des GEG zu erfüllen. Die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) bietet Förderungen für Neubauten nach dem Standard EH-40 an – also für Gebäude, die 40 % des Energiebedarfs eines Referenzhauses aufweisen. Die Förderung setzt sich wie folgt zusammen:

  • Kredit in Höhe von max. 150.000 Euro
  • max. 12,5 % staatlicher Zuschuss

Konkret bedeutet dies, dass du beim Bau eines energieeffizienten Hauses bis zu 18.750 Euro als Tilgungszuschuss geschenkt bekommst.

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